Über den Tellerrand hinaus

M6m im neuen Resort OZEN by Atmosphere at Maadhoo auf den Malediven

Abgefahren essen

Sie sind etwas ganz Besonderes. Restaurants in spektakulärer Lage mit einem einzigartigen Ambiente. So atemberaubend, dass das Essen (fast) zur Nebensache wird. Wir haben uns auf der Welt für Sie umgeschaut und stellen Ihnen so richtig abgefahrene Restaurants vor.

Brandneu ist das M6m, das erste Unterwasser-Restaurant im Malé-Atoll. Wer auf den Malediven nicht tauchen möchte, geht jetzt einfach essen. Sechs Meter tief im Indischen Ozean liegt das elegante Restaurant umgeben von einer unberührten türkis-strahlenden Landschaft – mit einem großartigen Blick auf die Unterwasserwelt wird Seafood vom Feinsten serviert. Derweil ziehen Riffhaie, Stachelrochen, Meeresschildkröten und exotisch-bunte Fische ihre Runden. Da bleibt die Frage, wer beobachtet hier wen? Wer auf die Malediven fliegt, kommt wegen der Sonne, der Traumstrände und der intakten Unterwasserwelt.

Deshalb stand beim Bau dieses einmaligen Unterwasser-Restaurants der Umweltschutzgedanke an erster Stelle. Das sollte man einfach mal gesehen haben. Ein Flug auf die Malediven ist natürlich kein Kurztrip und kostet dementsprechend auch etwas mehr. Für eine unbeschwerte Auszeit und unvergessliche Momente ist dafür aber sicherlich gesorgt, denn das Fine-Dining-Erlebnis im M6m ist – ab vier Nächten Aufenthalt – im umfangreichen Luxus-All-Inclusive-Paket „The Atmosphere INDULGENCE“ enthalten. Die Gäste haben die Wahl zwischen Lunch oder Dinner und sogar eine Flasche Champagner ist pro Besuch inkludiert. Für Kinder unter 15 Jahren hält das Restaurant eine altersgerechte Aktion bereit, damit auch sie in den Genuss der Unterwasser-Wunderwelt kommen. Neben Snacks, Eiscreme und einem Getränk erfahren kleine Gäste Interessantes über die Unterwasserwelt. Während die Eltern ungestört dinieren, können sich die Kinder auf ein spannendes Programm und eine leckere Mahlzeit in der KidsZone freuen. Das hat es so selbst auf den luxusverwöhnten Malediven noch nicht gegeben. M6m steht übrigens für „Minus 6 metres“. Fazit: I‘d like to be under the Sea.

Der Berg ruft

Von minus 6 auf 2.970 Meter: Auf dem Schweizer Schilthorn dreht sich nicht nur das Restaurant Piz Gloria, sondern auch alles um die spektakuläre Aussicht. An über 200 Bergspitzen gleitet das erste Berg-Drehrestaurant der Welt lautlos vorbei. Das dauert exakt so lange wie eine Halbzeit beim Fußball: 45 Minuten. Da sind die Schweizer sehr genau. Und zu essen gibt’s natürlich auch was: von Snacks über frisch zubereitete saisonale Spezialitäten aus der Region bis hin zum Bond Burger und Bond Brunch. Warum Bond? Ganz einfach: Das Schilthorn war Drehort für den legendären Streifen „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“. Das Drehrestaurant diente als Basis für Bösewicht Blofeld und erhielt den Namen „Piz Gloria“ – und behielt ihn bis heute. Die Location-Scouts von 007 wissen schon, wo es schön ist. Denn das Schilthorngebiet steht für Bergerlebnis pur: View, Thrill und Chill garantiert. View – für die unvergessliche Aussicht vom Gipfel u. a. auf Eiger, Mönch und Jungfrau; Thrill – Erlebnisse mit garantiertem Adrenalinkick, zum Beispiel auf dem Felsensteg „Thrill Walk“ oder der Aussichtsplattform „Skyline Walk“. Hier beging übrigens der Hochseilartist Freddie Nock auf recht ungewöhnliche Weise seinen 50. Geburtstag: Er balancierte ungesichert auf einem Seil, unter ihm nur der Abgrund. Nachahmung definitiv nicht empfohlen. Da raten wir eher zum 007 Walk of Fame. Oder zur „Bond World 007“. Hier können Besucher in der interaktiven Ausstellung noch mal die Schlüsselszenen des Bond-Abenteuers nacherleben, wie z. B. die legendäre Bob-Fahrt. Nach so viel Spannung kommt das Chillen gerade recht. Dazu reicht eigentlich schon der Blick aus dem Restaurant. Denn diese unberührte Bergwelt entspannt das Auge und die Seele gleich dazu. Wenn nicht gerade wieder ein Bösewicht um die Ecke kommt, aber 007 wird’s schon richten und die Welt retten. Fazit: Manchmal ist die Welt doch genug.

Piz Gloria – das erste Berg-Drehrestaurant der Welt in der Schweiz

Piz Gloria – das erste Berg-Drehrestaurant der Welt in der Schweiz

Von den Höhen der Schweizer Bergwelt geht es zurück Richtung Meeresspiegel. Oder besser gesagt ein paar Meter über Normalnull“. Eine urige Grotte mit Tradition erwartet die Gäste im kleinen süditalienischen Örtchen Polignano. Die bizarre Tropfsteinhöhle wurde bereits seit dem 17. Jahrhundert für Feierlichkeiten genutzt. Tafelte dort früher der italienische Adel, so zieht das elegante Restaurant Grotta Palazzese heute vor allem Romantiker aus aller Welt an. Mediterranes mit viel Fisch und Meeresfrüchte steht auf der Speisekarte. Die Höhle zwischen Bari und Brindisi öffnet sich zu einer Seite zum Meer und gibt den Blick frei auf die Adria. Leise plätschernd laufen die Wellen unterhalb des Hotel-Restaurants aus und tragen zu der romantischen Atmosphäre bei. Während tagsüber die Sonne für Licht sorgt, wird das Gewölbe abends mit gedimmten Lämpchen und Kerzen beleuchtet. Tiefe Blicke und Händchenhalten inklusive. Fazit: Jetzt wird’s aber Zeit für den Antrag.

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Grotta Palazzese in Italien

Aufwärts gehts

Fast einen halben Kilometer müssen die Gäste des höchsten Restaurants der Welt vertikal zurücklegen, bis sie im At.mosphere durch die rundherum verglasten Panoramafenster DEN Ausblick über Dubai, das azurblaue Meer und die angrenzende Wüste genießen können. Auch das Essen ist vom Feinsten, Trüffel, Kobe-Rind und alles, was das Herz begehrt, wird 442 Meter über der Erde serviert. Das exklusive Restaurant befindet sich im 122. Stock des berühmten Burj Khalifa. In keiner anderen Bar als in der At.mosphere Lounge ist man bei einem raffiniert gemixten Cocktail den Sternen näher. Allerdings kein Ort für einen Spontanbesuch: Das Restaurant ist meist Wochen im Voraus ausgebucht. Und auch die Preise entsprechen der Top-Lage.

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Private Dining Room im At.mosphere, dem höchsten Restaurant der Welt in Dubai

Zwar reicht das Sirocco Roof-Top Restaurant nicht an das At.mosphere heran, was die Höhe anbelangt, aber dafür punkten die Thais mit Frischluft, was in Bangkok keine Selbstverständlichkeit ist. Aber das Sirocco ist immerhin das höchste Freiluftrestaurant der Welt. Der ideale Platz, um bei einem kühlen Getränk die pulsierende asiatische Metropole einfach unter sich zu lassen und den Sonnenuntergang zu genießen. Asiatische Spezialitäten, aber auch westliche Küche erfüllen die unterschiedlichen Ansprüche des internationalen Publikums. Und auf dem Chao Phraya River, der Fluss, der sich einmal quer durch die Stadt schlängelt, gibt es immer etwas zu sehen. Renommierte Jazz-Musiker sorgen dafür, dass man einfach noch etwas länger bleibt als ursprünglich geplant.

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Das höchste Freiluftrestaurant der Welt – Sirocco, Tower Club at lebua mit seiner Sky Bar in Bangkok

Das ist beim Premium Sky Dining Flight in Singapur nicht möglich. Hier schwebt man in einer Kapsel 165 Meter hoch. Auf Wunsch wird auch der legendäre Cocktail Singapore Sling gereicht – und bei dem großartigen Blick über den pulsierenden asiatischen Stadtstaat sollte man das Essen nicht vergessen. Aber nach einer gewissen Zeit muss man wieder auf den Boden der Tatsachen, denn die Toiletten sind leider unten …

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Sky Dining Flight Kapsel in Singapur

Nicht in einer Kapsel, sondern entlang einer Klippe: So diniert man zum Beispiel in China. Schwindelfrei sollte man jedoch auch bei einem Besuch im Restaurant Fangweng sein. Auf der Karte stehen landestypische Gerichte und – wer‘s mag – Schildkröte. In der Provinz Hubei, 12 Kilometer nördlich der Stadt Yichang, ist man mitten in einer spektakulären Landschaft. Und es sieht beinahe so aus, als hinge das Restaurant von den Klippen herunter. Da wollen wir hoffen, dass die Statik passt.

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Fangweng Hanging Restaurant in Yichang in China

Das gilt auch für das „Restaurant“ des thailändischen Resorts Six Senses‘ Soneva Kiri, das eine außergewöhnliche Treepod Dining Experience anbietet. Hoch oben in den Wipfeln der Urwaldriesen wurde ein romantisches „Nest“ gebaut. Das Essen kommt per Seilzug und wird vom persönlichen Kellner serviert. Frühstück, Lunch oder Dinner genießt man so gänzlich ungestört – inmitten des tropischen Regenwalds und mit Blick auf den Golf von Siam. Heiß geht’s auch auf den Philippinen zu.

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Treepod Dining im Six Senses Resort Soneva Kiri in Thailand

Da sind nasse Füße eine willkommene Abkühlung, auch im Restaurant. Also nichts wie hin, ins Labassin Waterfall Restaurant im Villa Escudero Resort in San Pablo City. Gegessen werden landestypische Spezialitäten an rustikalen Bambus-Tischen, direkt am Wasserfall, der sich wie ein Vorhang ins Restaurant ergießt. Und wer noch mehr kühles Nass braucht, legt sich einfach gleich in die Brandung. Umgeben von unberührter Natur und überbordendem Grün gibt es kaum einen friedlicheren Ort, um die Natur auf sich wirken zu lassen und die zahlreichen exotischen Vögel zu beobachten.

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Labassin Waterfall Restaurant auf den Philippinen

Afrikanische Momente

Afrika gilt als die Wiege der Menschheit. Seit die ersten Menschen die Höhle verlassen haben, hat sich entwicklungsgeschichtlich so einiges getan. Jetzt kehren wir zurück – und zwar gern und freiwillig. Ali Barbour‘s Cave Restaurant liegt etwa 30 Kilometer vom kenianischen Mombasa entfernt. Die Höhle ist zwischen 120.000 und 180.000 Jahre alt. Genau weiß man das nicht, aber bei dem Alter kommt es auf ein paar Jährchen mehr oder weniger nicht an. Frischer Fisch und andere internationale Speisen werden frisch und mit viel Liebe zum Detail angerichtet. Die Höhlendecke hat einige natürliche „Löcher“ und gibt den Blick zum Himmel frei. In jeder natürlichen Vertiefung flackern Kerzen und tauchen diesen exquisiten Speisetempel in ein einzigartiges Licht.

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Ali Barbour´s Cave in Kenia

Manchmal schafft Mutter Natur Wundersames, wie z. B. einzelne Felsen, die fast verloren in Ufernähe im Meer stehen und dadurch eine ganz besondere Wirkung haben. So serviert das The Rock Restaurant in Sansibar Meeresfrüchte, Hummer-Spaghetti und Fisch-Carpaccio auf einem Fels im türkisblauen Ozean. Wer dorthin will, muss allerdings durchs türkisblaue Wasser waten oder sich von einem Schlauchboot übersetzen lassen.

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The Rock Restaurant auf Sansibar

No shoes – no service

In Europa ist es selten so warm, dass man barfuß im Restaurant sitzen kann. Das wird meist auch nicht gern gesehen. In Finnland empfiehlt sich das ganz und gar nicht. Wer einen Besuch in der Schneeburg von Kemi – übrigens die größte aus Schnee gebaute Burg der Welt – anvisiert hat, braucht ein paar Schichten Kleidung extra. Das Schneerestaurant punktet mit heißen Spezialitäten im coolen Ambiente. Hier sind selbst die Tische aus kristallklarem Eis. Doch muss der anspruchsvolle Gourmet deswegen noch lange nicht befürchten, dass die lokalen Spezialitäten und Menüs lauwarm oder gar kalt auf den Teller kommen. Ob Rentierfilet oder fangfrischer Lachs – die Leckereien werden vor dem Servieren vorsorglich in wärmende Folienhüllen gepackt. Auch wenn man auf kuscheligen Rentier- und Schafffellen sitzt, ein wärmendes Outfit empfiehlt sich im coolen Ambiente auch für den Gast. Das größte Schneerestaurant der Welt bietet über 200 Gästen Platz. Ein beliebter Ort für Hochzeitsfeiern, denn gleich nebenan ist die Kapelle – selbstverständlich aus Schnee.

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Snow Restaurant in der Schneeburg Kemi in Finnland ist das weltgrößte Schneerestaurant

Und noch mal heißt es Bond – James Bond. Die Macher des James-Bond-Films „Spectre“ suchten einen besonders futuristischen Ort und wurden im österreichischen Sölden fündig. Wie ein Brillant liegt das Gourmet-Restaurant ice Q mit der puristischen Glasfassade auf 3.048 m Seehöhe unter der funkelnden Sonne. Exklusiven Genuss verspricht das Gourmet-Restaurant, das aufgrund seiner besonderen Lage am Gipfel des Glaislachkogls zu den spektakulärsten Bauten im Alpenraum zählt. Aussicht auf die Dreitausender und die prachtvollen Pisten inklusive. Geboten werden Edelprodukte aus der alpinen Welt – so sieht Alpine Cuisine aus.

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ice Q Gourmet-Restaurant am Gipfel des Glaislachkogls in Sölden

Weniger futuristisch, sondern vielmehr rustikal geht’s im Schweizer Gasthaus Äscher zu. Mit einer Luftseilbahn fährt man von Wasserauen in eines der schönsten Gebiete im Alpstein. Die sagenhafte Lage der direkt an eine Felswand gebauten Gaststätte hat die Macher des „National Geographic“ derart fasziniert, dass das Berggasthaus bereits das Cover des renommierten Magazins zierte. Auch US-Schauspieler Ashton Kutcher war schon da und teilte seine Begeisterung auf seiner Facebook-Seite. Spätestens seitdem kann sich das Gasthaus vor Besuchern kaum retten. Überlegungen, das Äscher in Ashton umzubenennen gab es dem Vernehmen nach jedoch noch nicht. Und wer sich nicht sattsehen kann am appenzellischen, sanktgallischen und thurgauischen Hügelland, der weiten Bodenseegegend oder dem malerischen Panorama der Alpsteinkette, der bleibt einfach über Nacht da. Und genießt das waschechte Heidi-Feeling bei den verschiedenen Rösti-Spezialitäten des Hauses Äscher.

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Gasthaus Äscher in der Schweiz


Dinner in the Sky

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Wer etwas ganz Besonderes plant, sollte unbedingt mit den Machern von „Dinner in the Sky“ sprechen. Mit einer Art mobilen Gondel erlebt man einen ganz anderen Blick auf „seine“ Stadt. 22 Sitzplätze umfasst das „Höhengerät“ und macht einen Gaumenschmaus im Himmel über deutschen oder europäischen Großstädten möglich. Besonders beliebt und romantisch: ein Abend in Paris mit dem Eiffelturm als Kulisse.

www.dinnerinthesky.com


restaurants_flugzeugDinner im A380

In China können Menschen mit Flugangst nun ganz ohne Turbulenzen in einem Airbus A380 speisen, denn das Restaurant bleibt am Boden. Das Interieur ist original der First Class des Airbus‘ der jüngsten Generation nachempfunden. Das „Special Class“ befindet sich im Westen des Landes, in Chongqing – wenn es nicht doch noch eines Tages mal abhebt.

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