Wir sind dann mal weg!

Stadt satt & Meer

Städtereisen sind im Trend. Sie sind spannend, inspirierend – und zugegebenermaßen auch anstrengend. Warum also nicht aufregende Städte erleben und diesen Trip gleich mit einem relaxten Strandurlaub kombinieren? So einige tolle Städte liegen direkt am Meer. Hier kann man die vielen Eindrücke bei einem Tag am Meer sacken lassen. So entspannt geht’s dann auf zur nächsten Runde mit Sightseeing, Kultur, Shopping, kulinarischen Highlights in der Stadt. Egal, ob man „nur“ einige Tage in den Metropolen verbringen möchte oder gleich seinen ganzen Jahresurlaub – die Kombination aus Kultur und Meer ist einfach unschlagbar.

In Europa hat es uns besonders Barcelona angetan. Die Stadt zieht Kunstfans aus aller Welt an, die sich an der Promenade vom Stadtstrand La Barceloneta Fisch, Tapas und Co. schmecken lassen. Und man kann das Meer ganz bequem auf einem schönen Spaziergang aus dem Stadtzentrum aus erreichen. Wenig Autoverkehr hat auch das beliebte Gotische Viertel, das Barri Gòtic mit seinen vielen engen und verwinkelten Gassen. Hier, zwischen der Rambla im Westen und der Via Leietana im Osten, begann die Geschichte Barcelonas. Um die Kathedrale La Seu versammeln sich etliche sonnige Plätze mit geschichtsträchtigen Gebäuden – das unbestrittene Zentrum des Viertels. Unzählige kleine Boutiquen laden zum Shoppen ebenso wie die berühmte Rambla. Und wer immer schon mal ganz stilvoll Absinth trinken möchte, ist in der traditionsreichen Bar Marsella bestens aufgehoben. Sie gilt als eine der ältesten Bars der Stadt und mit einem Blick auf die Kronleuchter, sich träge drehenden Ventilatoren und den halbblinden Spiegeln glaubt man das sofort. Apropos Getränke: Die Dry Martini Bar im Stadtviertel Eixample ist mehr als eine Bar. Sie ist eine Institution und Eldorado für Gin-Liebhaber – Zertifikat inklusive.

Keinesfalls verpassen sollte man natürlich die legendäre Sagrada Família – das spektakuläre Bauwerk des berühmten wie exzentrischen Genies Antoni Gaudí. Oder seinen wunderbaren Park Güell mit erhabenen Bauten und farbenfrohen Mosaiken. Im Süden der Stadt erhebt sich der Hausberg Montjuïc. Er bietet deutlich mehr als nur eine grandiose Aussicht: Parkanlagen, olympische Sportstätten und mehrere weltbekannte Museen. Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist die Berg-Station Miramar. Von hier geht’s mit der Seilbahn 1292 Meter lang direkt ans Meer zum Joggen, Beachvolleyball spielen oder einfach zum Chillen unter Palmen. Besser kann man Sightseeing und Beach kaum verbinden.

Obwohl – werfen wir mal einen Blick auf die portugiesische Hauptstadt. Weltoffen, charmant und mit atlantischer Frische präsentiert sich die Stadt des Lichts: Lissabon, reich an Kultur, Museen und dank seiner Nähe zum Wasser, ideal für Wassersportler und Angler. Auf einigen Bootstrips kann man sogar Delfine beobachten. Das Leben spielt sich wie auch in Barcelona auf der Straße ab. Zahlreiche Adelspaläste und Kirchen gilt es zu bestaunen. Shoppingenthusiasten werden auf der Avenida da Liberdade glücklich gemacht. Und das Wahrzeichen der Stadt, der Aufzug Santa Justa, verbindet Ober- und Unterstadt miteinander. Im Bairro Alto hat man die Qual der Wahl – vom schicken Szene-Restaurant bis zum Fado-Lokal. Prägend für das Stadtbild ist die gelbe Straßenbahn der Linie 28, die steil an wunderschönen alten Gebäuden entlangführt direkt in die Altstadt. Hier kann man prima im Alfama Memmo übernachten. Das puristisch anmutende Boutique-Hotel mitten in den alten Gassen bietet eine einzigartige Aussicht auf den Tejo. Jetzt Lust auf traumhafte Sandstrände? Das elegante Seebad Cascais ist nur 30 Minuten entfernt und mit der Küstenbahn erreichbar. Auf geht’s ins kühle Nass.

Wer bei Nizza nur an Luxus denkt, der hat die Stadt noch nicht selbst erkundet. So gehört beispielsweise der Colline du Château zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der südfranzösischen Metropole an der Cote d´Azur. Der etwa 90 m hohe Schlosshügel hat nicht nur eine wichtige historische Bedeutung, sondern bietet ein einzigartiges Panorama auf das lebendige, farbenfrohe alte Nizza, das Vieux Nice, und die mondäne Flaniermeile Promenade des Anglais. Ein Spaziergang durch verwinkelte Gassen und an eleganten Bauten vorbei, ein Café au lait in einem der rustikalen Bistros oder frische Meeresfrüchte vom Markt auf dem Cours Saleya, ein Besuch im Chagall-Museum lassen sich also kinderleicht mit einem Bad im Mittelmeer verbinden. Auch wenn es hier nur Kieselstrand gibt.

Im Norden Europas lockt mit Kopenhagen die vielleicht lebenswerteste Stadt der Welt – als solche wurde die dänische Metropole schon mehrfach ausgezeichnet. Und zwar wegen der hohen Lebensqualität, der zahlreichen Grünflächen, ihrer Sauberkeit und dem umfangreichen Kulturprogramm. Je nach Interessenlage und Wetter locken Schlösser und Museen, Parks und natürlich das angesagte Hafenviertel Nyhavn mit unterschiedlichen Aktivitäten. Für einen ersten Überblick empfiehlt sich eine Stadtrundfahrt – am besten bei einer Hop-on-Hop-off-Tour im offenen Bus. Das Erkunden der Stadt kann man natürlich auch aufs Wasser verlegen und eine große Hafenrundfahrt oder eine Kanaltour durch das malerische Kopenhagen machen. Für Groß und Klein ist der Vergnügungspark Tivoli mitten in der Stadt magischer Anziehungsort. Wie auch das Freibad – ja, in Kopenhagen ist das Wasser so gut, dass man im Hafen baden kann. Das gibt es nicht überall. Außerdem ist Dänemark mit so vielen großartigen Küstenabschnitten gesegnet, dass ein Tagesausflug zum Strand allemal lohnt.

Und richtig: Das Leben am Wasser hat eine unschätzbare Qualität. Das hat sich die Österreicherin Rafaela Salzer auch gedacht und den Sprung über den großen Teich gewagt. Sie lebt nun mehrere Monate im Jahr im sonnigen Sydney. Und zwar nicht irgendwo, sondern direkt am legendären Bondi Beach. Der wohl berühmteste Strand Australiens ist auch ein Paradies für Surfer und Wassersportler. Ein toller Küstenweg führt übrigens auf drei Kilometer Länge von Bondi zu einem weiteren Traumstrand: Bronte. Aber Bondi Beach kann auch mit coolen Cafés und Restaurants aufwarten, wenn man die Campbell Parade ein wenig hinter sich lässt, wie z. B. das abgefahrene Mamasan Restaurant, das mit Sashimi, Sushi, Holzkohle-Yakitori, Knödel, Entenpfannkuchen oder Chili Lamm überrascht. Nur ein paar Gehminuten von Strand entfernt befinden sich in der Hall Street tolle Cafés und Bars. Trendige kleine Shops finden sich in der Gould Street. Ein Klassiker ist auch der Bondi Beach Market – jeden Sonntag von 10 –16 Uhr – oder samstags der Farmers Market von 9 –12 Uhr. Hier gibt’s viele kleine Leckereien, die man direkt probieren kann. Shopping ist an der Oxford Street in Paddington angesagt und zur Erholung geht’s entweder in einen urgemütlichen Pub oder in den Centennial Park. Wer will, kann hier reiten, joggen oder auch heiraten. Und natürlich hat Sydney einiges an Kunst und Kultur zu bieten. Aber eigentlich spielt sich der australische Way of Life draußen ab. Nicht umsonst heißt es: It‘s all about the beach! Diesen Laid-back-Style hat Rafaela Salzer so lieben gelernt, dass sie ein Unternehmen mit dem schönen Namen „Beach Life Australia“ gegründet hat, um genau dieses Lebensgefühl nach Europa zu bringen. Und zwar in Form von angesagter Bademode von den besten australischen Designer-Marken in limitierter Edition.

Eine ausgesprochene Outdoor-Nation sind auch die Südafrikaner. Ein echter Hotspot ist Kapstadt. Tafelberg, das malaiische Bo-Kaap-Viertel mit seinen bunten Häuschen oder einfach mal an der Victoria & Alfred Waterfront bummeln, einkaufen, gut essen oder ein Eis genießen. Die Stadt nahe des Kap der Guten Hoffnung – auch hierhin lohnt unbedingt ein Ausflug – ist reich an Sightseeing-Plätzen. In Simon‘s Town kann man mit etwas Glück mit Pinguinen schwimmen oder nahe des Kaps Strauße am Strand beobachten. Im Park ist langsames Tempo angesagt, denn es kann sein, dass Schildkröten die Fahrbahn passieren oder übermütige Paviane die Straße für sich beanspruchen. Fährt man etwa 20 km nach Norden eröffnet sich dem Besucher der Bloubergstrand mit einem einmaligen Blick auf den Tafelberg – und das direkt vom Strand. Allerdings sollte man nicht nur nach Anbruch der Dunkelheit aufpassen, wo man sich aufhält, denn die Kriminalitätsrate in der wahrscheinlich schönsten Stadt des Kontinents ist sehr hoch.

Das gilt leider auch für zwei weitere Destinationen, die durch ihre Lage am Meer punkten. In Miami Beach liegen Kunst und Strandleben ganz nah beieinander. Das weltberühmte Art-déco-Viertel beeindruckt durch seine pastellfarbenen Fassaden aus den 1930er und 1940er Jahren. Tagsüber lässt sich vor den bunten Strandhäuschen von South Beach entspannen, abends laden die Clubs an der Collins Avenue zum Feiern ein. Miami ist neben zahlreichen anderer Attraktionen ein idealer Ausgangspunkt für einem Trip gen Süden. Mit einem Mietwagen fährt man über unzählige Brücken direkt am azurblauen Meer entlang Richtung Key West. Ein Besuch des Hemingway-Hauses ein Must. Dazu weiße Strände und Palmen, herrlich, einfach mal die Seele baumeln lassen. Hier hält der Sunshine State Florida, was er verspricht.

Im Süden des Kontinents fasziniert die Stadt am Zuckerhut die Besucher. Rio de Janeiro – das verbindet man mit Samba, Karneval, Strand und Cocktails. Außerdem mit Kirchen, Klöstern ud selbstverständlich der legendären Christus-Statue, die über der Stadt wacht. Die berühmte Copacabana – Rios Stadtstrand – hat leider einiges an Charme eingebüßt. Sauberer und schöner ist der Abschnitt Ipanema. Bekannt auch aus dem Ohrwurm-Song „Girl from Ipanema“, die heimliche Nationalhymne Brasiliens. Hier zum Sonnenuntergang entspannt einen Ipanema trinken – die alkoholfreie Variante vom Caipirinha – und das Leben genießen. So sieht die perfekte Kombi aus Städtetour und Badeurlaub aus.

Text: Eike Birck | Fotos:  Manuela Weller
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