Ein Schluck Luxus

Schampus für alle!

Champagner ist der Inbegriff von Luxus. Er ist das ­Getränk für den besonderen Anlass. Wird ein Schiff ­getauft, ein Kind geboren, eine Prüfung bestanden, die Karriereleiter ein Stück emporgeklettert – ­immer dann perlt dieses edle Getränk in fein ­geschliffenen ­Kristall­gläsern.

Klangvolle Namen wie Veuve Clicquot, Taittinger, Pommery, Dom Pérignon oder Roederer stehen für prickelnden Genuss. Die Champagner-Dynastien wurden meist zu ­Beginn des 19. Jahrhunderts begründet und halten sich nach wie vor am Markt. Dazu zählen beispielsweise ­Heidsieck, ­Bollinger oder Moët & Chandon. Aber die jungen Winzer, die den Stab nun von ihren Eltern übernommen haben, stehen in den Startlöchern und überraschen mit neuer Qualität. Da wird sich nach Expertenmeinung in den nächsten ­Jahren noch so einiges tun. Dabei baut der Champagner wie kein ­anderes Getränk auf Tradition.

Der Schaumwein, der sich tatsächlich Champagner nennen darf, wird nach streng festgelegten Regeln ausschließlich in der Champagne angebaut und gekeltert. Das Gebiet, in dem die Trauben angebaut werden dürfen, wurde 1927 festgelegt und umfasst etwa 33.500 Hektar Fläche. Der Höchstertrag ist auf 15.500 kg Trauben je Hektar begrenzt. Die Lese muss von Hand erfolgen, damit die Trauben unversehrt bleiben. Kein Wunder also, dass der französische Champagner seinen Preis hat. Aber auch andere Länder produzieren hervorragende durch Flaschengärung hergestellte Schaumweine. In Frankreich und Luxemburg heißen sie Vin Mousseux oder Crémant, in Spanien Cava, in Italien Spumante Metodo Classico oder in Deutschland etwas weniger glamourös Winzersekt, was aber ganz und gar nicht gegen die Qualität spricht.

Heute ist das prickelnde Getränk mit dem besonderen Etwas nicht nur Superreichen vorbehalten. Selbst deutsche Discounter haben regelmäßig Champagner im Angebot, die bei den Tests nicht unbedingt schlecht abschneiden. Wie auch beim Wein – der Geschmack entscheidet. Nur weil etwas besonders teuer ist, muss es nicht immer das Beste sein. Während ein Champagner aus dem Discounter etwas über einem zweistelligen Betrag liegt, sind – wie so oft – nach oben hin keine ­Grenzen gesetzt.

Der legendäre 1907er Piper–Heidsieck gilt als der teuerste ­Champagner der Welt. Er ist der Champagner, der aus dem Meer kam. Die „Jönköping“ hatte 1916 nämlich eine ­exklusive Fracht geladen – mehrere Kisten Piper–Heidsieck für die ­russische Zarenfamilie, die ihren Bestimmungsort jedoch nie erreichen sollten. Denn durch einen U-Boot-Angriff der ­deutschen ­Marine sank das Schiff vor der finnischen ­Küste. Erst 1997 konnten rund 2.000 Flaschen geborgen ­werden. Die kühle ­Lagerung unter Wasser hatte ­glücklicherweise ­dafür ­gesorgt, dass die Qualität des edlen Tropfens nicht ­gelitten hatte. Das Ritz Carlton in Moskau erwarb zehn dieser Flaschen und bot ­diese seinen Gästen im Jahr 2008 für rund 25.000 Euro pro ­Flasche an. Ein Schnäppchen. Denn heute wird eine Flasche mit bis zu 200.000 Euro ­gehandelt. Wohl bekomm‘s!

Tipp:

moetMOËT & CHANDON lässt das Jahr 2015 prickelnd ­ausklingen. Die ‘SO BUBBLY’ Limited Edition ist ab ­Oktober im Gift Bag zum Preis von 45 Euro auf www.moetschenken.de und in ausgewählten ­Kauf- und Warenhäusern erhältlich.

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