Hammer und Nagel

Weiche Hände, harter Kern

Wer kennt sie nicht? Die Nagelstudios, die seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden sprießen. Jene Orte, die mehr Klischees erfüllen, als Mann ertragen kann. Wo die grellen rosa Farben des Interieurs beinahe so sehr in den Augen brennen wie die Dämpfe der quietschbunten Nagellacke.

In München wurde im Frühling dieses Jahres „Hammer & Nagel“, das erste Nagelstudio, das ausschließlich Männer als Kunden bedienen will, eröffnet. Es ist damit deutschlandweit das erste seiner Art. Philipp Pechstein und Kathrin Schachermeier  stecken hinter dem Konzept von „Hammer & Nagel“ und brechen damit mit allen Klischees. Entspannung und ein Raum, wo Männer unter sich sein können, sind ihr Gegenentwurf zu Lollipop-Farben und Friseur-Smalltalk. Und das alles in einem Ambiente, das den Stil und die Rauheit einer Werkstatt hat.

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Pechstein bringt es auf den Punkt: „Männer wollen sich nicht den Blicken von Frauen aussetzen, wenn sie sich die Nägel machen lassen.“ Und so bedient sich „Hammer & Nagel“ umgekehrter „cooler Klischees“ und promotet sich als „die Harley-Davidson unter den Nagelstudios“. Das neuartige Studio ist damit Teil eines Trends, der in Deutschland bereits wieder die ersten Herrenbarbiere hervorgebracht hat. Und das Konzept Nagelpflege für Männer scheint erfolgversprechend zu sein. So sind bereits weitere Filialen z.B. in Hamburg, Berlin oder Köln in Planung.Denn eigentlich ist „Hammer & Nagel“ ja gar kein Nagelstudio, sondern eine Werkstatt für Männerhände!

www.hammerundnagel.de

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Text: Kolja Fach | Fotos: Hammer & Nagel, München

 

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