Im Kosmos einer Kultband

The Pink Flyod Exibition

Der erste heftige Liebeskummer? Ein klarer Fall für „Wish You Were Here“. Die Schule nervt? Dann am besten „Another Brick In The Wall“ so richtig schön laut aufdrehen und den Refrain mitsingen. Generationen von Schülern waren überzeugt: „We Don’t Need No Education“. Ein musikalischer Befreiungsschlag, der sicherlich zum grandio-sen Erfolg des Albums „The Wall“ beigetragen hat. Bis heute übrigens das meistverkaufte Doppelalbum der Welt.

In die Schublade mit der Aufschrift „Superlative“ passt auch die multime-diale Erlebnisausstellung „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Re-mains“. Nach London und Rom macht sie – deutschlandweit einmalig – im Dortmunder U Station. Wer diesen Leuchtturm für Kunst und Kultur besucht, um die Spuren der britischen Kultband zu verfolgen, ist entweder bereits langjähriger Fan oder er wird zum neuen Fan gemacht. Denn die unangepassten Musiker, die mit dem progressiven Stilmix aus Rock, Jazz, Blues und Klassik in ihren Bann zogen, haben auch den „Nachgeborenen“ einiges zu bieten. „Pink Floyd waren Rebellen ihrer Zeit, immer unabhängig und selbstständig. Damit wurden sie zu einem Vorbild für eine ganze Generation“, unterstreicht Edwin Jacobs, Direktor des Dortmunder U. „Dieser Spirit, der Wunsch nach Freiheit und Individualität, galt damals genauso wie heute. Daher kann die Band auch für die heutige Generation wegweisend sein.“

Nicht nur musikalisch war die Band bahnbrechend, sondern auch als Pioniere für Sound- und Show-Effekte. Berühmt sind Pink Floyd unter anderem, weil sie 1967 als erste einen Surround-Sound bei einem Konzert in London erzeugten. Klänge wie Vogelgezwitscher oder Zimbeln wanderten rund um die Halle und hinter das Publikum und umgaben die Zuhörer dadurch mit der Musik. Die Auftritte zeichneten sich neben den Soundneuerungen auch durch ihren einzigartigen Live-Show-Charakter aus. Mit farbigen Light-Shows und Pyroeffekten, abstrakten Filmsequenzen, psychedelischen Öl-Dia-Projektionen, gigantischen Bühnenaufbauten und Requisiten wie aufblasbaren Skulpturen erschufen Pink Floyd ihr eigenes Universum. Ihre Avantgarde-Spektakel waren einzigartig in der Musikwelt.

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Bei so viel Innovationsgeist versteht es sich von selbst, dass eine klassische Ausstellung der Bedeutung von Pink Floyd nicht gerecht würde. Stattdessen liefern ein innovativer Audioguide und eine 360-Grad-Audio-Video-Installation höchsten Genuss für Augen und Ohren. „Durch die einzigartige multimediale Umsetzung erlebt man die gezeigten Exponate, als sei man wirklich mittendrin“, schwärmt Edwin Jacobs. „An jeder Ecke begegnet einem die Innovationskraft der Band – eine traumhafte Erlebnisreise durch 50 Jahre Bandgeschichte.“

Das Drehbuch der Retrospektive bietet einen einzigartigen Rückblick auf eine ebenso einzigartige Bandkarriere. Kein Album, keine Tour wird ausgelas-sen, viele neue Eindrücke kommen hinzu: durch bisher unveröffentlichte Kon-zertaufnahmen, Original-Instrumente, handschriftliche Notizen und viele per-sönliche Erinnerungstücke der Mitglieder der britischen Kultband. Zu sehen und zu hören sind fünf Jahrzehnte Musikgeschichte auf 1.000 Quadratmetern. Chronologisch aufgezogen von den Anfängen in den 1960er Jahren bis heute. Erzählt anhand von mehr als 350 Exponaten, perfekt abgestimmt mit einer innovativen Audiotechnologie, die den unverwechselbaren Sound von Pink Floyd erlebbar macht. So natürlich auch den eingangs erwähnten Erfolgssong „Wish You Were Here“. Den Wunsch da zu sein, werden sich sicherlich viele Musikfans erfüllen. Gelegenheit dazu haben sie bis zum 10. Februar 2019.

 

www.pinkfloydexibition.de

Wir verlosen 3 x 2 Eintrittskarten für die Ausstellung „The Pink Floyd Exibition“ in Dortmund. An-/Abreise auf eigene Kosten. Teilnahme bis zum 16.12.2018

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Text: Stefanie Gomoll | Fotos: The Pink Floyd Exibition

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