The Color Purple

Ein pures Vergnügen

Lila, Purpur, Purple, Violett – allein die Bezeichnungen deuten auf das Geheimnisvolle dieser Farbe hin. Lila ist die Farbe des Klerus, der Macht und Mächtigen. Aber auch die der Leidenschaft, hat etwas leicht Verruchtes und ist zugleich Symbol der Frauenbewegung. Lila lässt sich also nicht für eine Richtung vereinnahmen, tritt selbstbewusst in Erscheinung und zeigt: Ich bin, was ich bin!

Welche Tiefenwirkung Violett entfalten kann, stellte der impressionistische Maler Claude Monet eindrücklich mit seinen Seerosenbildern unter Beweis. Und bei seinem Iris-Beet im Garten versinkt man träumend im Lila des Blütenmeeres. Fast meint man den Duft der Blumen riechen zu können. Lila mit Gold zeigt eine einzigartige Wirkung. Davon war der österreichische Maler Gustav Klimt fasziniert. Er setzte das Violett beim „Portrait der Emilie Flöge“ wirkungsvoll in Szene. Emilie war Klimts Lebensgefährtin und eine der schillerndsten Figuren der Wiener Bohème. Klimt entwarf für Emilies Salon korsettfreie Kleider, die als Reformkleider für Frauenrechtlerinnen gedacht waren.

Die Kombination Rot und Lila – früher verpönt – ist heute hip. Wie Tori Amos auf den Festival-Bühnen dieses Sommers zeigte. Schon 1984 war der Regen des musikalischen Wunderexzentrikers Prince – ja, so hieß er damals noch – natürlich „purple“. Ganz zu schweigen von der Rockband mit dem Namen „Deep Purple“

Modisches Statement

 

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Die Mode setzt in diesem Herbst beim Make-up auf das sündige Lila.
Intensives Grauviolett als Lidschatten, vibrierendes Purple als Kajal oder Lidstrich
und dazu passend matter, samtig schimmernder Nagellack im luxuriösen Violett.
Das unterstreicht den selbstbewussten Look.

 

In der Literatur ist Lila nicht nur bei der Covergestaltung von Bestseller-Romanen gefragt, sondern auch im Titel. Gerade erschien Marilynne Robinsons dritter Roman mit dem Titel „Lila“. 1982 erhielt Alice Walker für „Die Farbe Lila“ den Pulitzer Preis. Der berührende Stoff wurde überaus erfolgreich von Steven Spielberg verfilmt. Ebenso wie die Adaption „Lila, Lila“ von Martin Suter.

Es scheint, als ließen sich Künstler gern von der Natur inspirieren. Sich in den sanft wogenden Lavendelfeldern bei flirrender Augustsonne verlieren oder in den Anblick des kräftigen Purpur des Rittersporns eintauchen – bei dem jede einzelne Blüte für sich ein Meisterwerk ist.

Auch bei der Ernährung kann Lila punkten. Aus den USA schwappt gerade wieder eine neue Diät rüber: die „Purple Diet“. Der Speiseplan besteht aus Obst und Gemüse in jeglichen Lila- und Violetttönen, wie z. B. Auberginen, lila Möhren, Rotkohl, Pflaumen, Weintrauben, schwarze Johannisbeeren, Brombeeren und natürlich Blaubeeren. Vor allem Blaubeeren tun dem Körper gut. Sie liefern Energie, senken den Blutfettgehalt und infolgedessen den Cholesterinspiegel und den Blutdruck.

Ein besonderes Geschmackserlebnis bietet – neben der tollen Färbung natürlich – Hibiskussalz, das in den Küchen Asiens und Afrikas zu Hause ist. Am besten setzt man es als Finishing-Salz zum Würzen bei Tisch oder kurz vor dem Servieren ein. So bleiben die groben Körner des naturreinen Meersalzes erhalten und lösen sich erst auf der Zunge und im Gaumen auf und entfalten ihr volles Aroma. Passt hervorragend zu Lachs, Rotbarbe oder anderem Fisch sowie zu Wild und Entenleber. Aber auch frischem Ziegenkäse, Salat, Spargel oder jungem Spinat verleiht das Hibiskussalz eine wunderbare Geschmacksnote.

Das Sanskrit-Wort „Lila“ bedeutet übrigens „Spiel“ oder „Vergnügen“. Und wenn man die Spielarten dieser besonderen Farbe einmal genauer betrachtet, könnte es das Sanskrit gar nicht besser treffen. Sind wir nicht alle ein bisschen Lila?

 

CLARINS Ombre Matte

Intensives Grauviolett als Lidschatten gibt seiner Trägerin etwas Geheimnisvolles. Feine Textur, glättende Wirkung und ein mattes Finish, das bezaubert.

CLARINS Khôl Kajal

Vibrierendes Violett für den besonderen Ausdruck – ein feiner Strich genügt. Ob als Khôl oder als Augenkonturenstift, der Look bekommt einen ganz besonderen Anstrich.

www.clarins.de

IsaDora Nagellack – Vintage Wine

„Matt, matt und nochmals matt“ heißt es in dieser Saison. Velvet Matt Nails mit den klangvollen Namen: Vintage Wine, Black Caviar und Ruby Gem – samtiges Satinfinish inklusive.

www.isadora.com/de/

LCN Nagellack – „call me starlet deluxe”

Hollywood ruft. „call me starlet deluxe“ ist ein exklusiver dunkler Violett-Ton, der auf der Farbskala seinesgleichen sucht. Gibt’s mit fünf anderen Trendfarben im Set mit dem verheißungsvollen „Lost in Luxury“.

www.lcnforyou.com

 

Text: Eike Birck | Fotos & Styling: Manuela Weller | Accessoires:  LancômeTrésor Midnight Rose, Nespresso® Arpeggio, Finca Marina Hibuskus Salz, Maison Macaron

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