LONDON

Metropolen-Marathon

Die Hauptstadt und Metropole ist very british und dennoch multikulti pur. Bereits die Anreise gestaltet sich so vielfältig wie die Stadt selber. Ob von Düsseldorf oder Dortmund, ob nach Heathrow, Luton oder Stansted: London ist immer nur eine Flugstunde entfernt. Mein Tipp: Nehmen Sie einen frühen Flug nach Heathrow und fahren von dort mit der Tube zum Oxford Circus. 40 Minuten lang können Sie so die Londoner Rush Hour zwischen all den schillernden Menschen genießen. Beim Blick aus dem Fenster lässt sich ungefähr erahnen, welche Attraktionen London für die nächsten drei Tage bereithält: Parklandschaften, Museen, historische und futuristische Bauten, Theater, Opernhäuser, Pubs, Clubs, Straßenmärkte …

Nachdem Sie Ihre bequemsten Schuhe geschnürt haben, können Sie sich in das Abenteuer London stürzen. Die Oxford Street bietet einen guten Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour. Entweder bummelt man an den großen Kaufhäusern wie Selfridges oder Debenhams vorbei und lässt sich ein bisschen von der Londoner Mode und deren Preisen inspirieren. Oder man startet von hier mit der Linie 15 in einem der berühmten roten Doppeldecker seine Entdecker-Tour. Zu Fuß lohnt sich auch ein Abstecher in die wieder sehr angesagte Carnaby Street.

Obwohl sehr touristisch, darf der Piccadilly Circus mit seiner riesigen Leuchtreklame und der Eros-Statue in der Mitte im Programm nicht fehlen. Die Statue wurde zum Gedenken an Lord Shaftsbury aufgestellt, und der Engel mit dem Pfeil symbolisiert die christliche Nächstenliebe. Einen Katzensprung vom Piccadilly Circus entfernt liegt der Trafalgar Square. Mit Nelson‘s Column, Reiterstandbildern und dem Löwenspringbrunnen bildet der imposante Platz das eigentliche Herzstück Londons. Wer Whitehall hinuntergeht, erreicht in 10 Minuten Big Ben, die Houses of Parliament oder das London Eye. Durch den St. James‘s Park mit seinen vielen niedlichen A- und B-Hörnchen ist schnell der Buckingham Palace erreicht. Kunstfans haben es nicht weit zur National Gallery. Wer lieber shoppen oder bummeln möchte, sollte den alten Obst- und Gemüsemarkt Covent Garden besuchen.

Portobello Road

Portobello Road

Wer sich für den Buckingham Palace entschieden hat, sollte von hier aus einen Abstecher in die Brompton Road und Knightsbridge machen. Spätestens jetzt sollten Sie Ihre Blasenpflaster wechseln und sich einen Kaffee bei Starbucks holen. Das erste, was man mit Knightsbridge in Verbindung bringt, ist sicherlich das berühmte Kaufhaus Harrods. Alle Schuh-Verrückten fühlen sich dort im 7. Stück wie im Himmel. Der Shoe Heaven ist allerdings nichts für Menschen mit schwachen Nerven und schon gar nichts für genervte Männer. Zwischen Manolo Blahnik und Jimmy Choo fühlt frau sich ein bisschen wir Carrie Bradshaw in „Sex and the City“. Wer neben all den Designer-Shops oder Burberrys Flagship-Stores lieber etwas mehr Kultur erleben möchte, findet hier die unterschiedlichsten Museen oder die Royal Albert Hall. Auch ein Besuch der Tower Bridge und des Tower of London darf bei einem Trip in die britische Metropole auf gar keinen Fall fehlen. Die Keimzelle des alten London ist ein faszinierender Komplex. Hier empfiehlt es sich die Karten schon vorher im Internet zu kaufen. So vermeiden Sie langes Anstehen. Kommen Sie früh, bevor sich der Zauber des Towers in der Touristenmenge verflüchtigt. Im Jewel Tower fährt man auf einem Laufband zügig an den Kronjuwelen vorbei. In die 235 kg schwere goldene Punch Bowl-Schale passen 244 Flaschen Wein und lassen erahnen, dass die Briten schon seit jeher gerne feiern. Schließen Sie sich einer Beefeater-Führung an und lassen Sie sich die Legende der Raben und eine Menge spannender Geschichten erzählen. Danach lohnt sich noch ein Abstecher ins neue London. Der Blick von der Aussichtsplattform des Wolkenkratzers The Shard ist unglaublich. Wer keine Höhenangst hat, sollte nach The Shard auch eine Fahrt mit dem London Eye machen. So haben Sie BigBen und die Houses of Parliament bestimmt noch nicht gesehen. Buchen Sie auch hier unbedingt im Vorfeld die Fahrkarten und zahlen Sie ruhig den Aufpreis für den Fast Track – zwei Stunden Wartezeit sind sonst keine Seltenheit.

Wer es etwas weniger touristisch mag, sollte einen der vielen Straßenmärkte in London besuchen. Die Auswahl ist riesig und bunt. Wenngleich nicht zuletzt durch den Film „Notting Hill“ mit Hugh Grant und Julia Roberts zu unglaublicher Popularität gekommen, ist der Portobello Road Market sicherlich der beste Straßenmarkt. Antiquitäten, Trödel, Musik, Klamotten, Obst und Gemüse – hier findet man zwischen den kleinen bunten Häusern wirklich alles.

Weniger chic, aber immer noch sehr angesagt ist der Camden Lock Market. Punks und Goths präsentieren hier neben Trödel junge Designertrends. Wer noch die guten alten Doc Martens kennt, fühlt sich definitiv an seine Jugend erinnert. Gesundheits-Smoothies oder Stickstoff-Eis – Camden Lock bleibt einzigartig! Vergessen Sie nicht einen Abstecher in den Stamm-Pub von Amy Winehouse, das Hawley Arms, zu machen. Ein Fest für die Sinne ist jeden Sonntag der Brick Lane Market. Der größte indisch-pakistanische Markt ist eine Mischung aus Kitsch und Chaos. Duftende Currys und bunte Saris verströmen einen herrlichen Bollywood-Charme. Wer kulinarische Besonderheiten sucht, sollte den Borough Market besuchen. Hier gibt es eine Mischung aus britischen und internationalen Köstlichkeiten. Deshalb wurde wohl auch „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ hier gedreht. Wer Shopping liebt, sollte den Spitalfields Market besuchen. In der alten viktorianischen Markthalle werden Kleidung von lokalen Designern, Schmuck oder Handtaschen angeboten.

England und Essen sind sicherlich nicht die Dinge, die Reisende auf Anhieb miteinander in Verbindung bringen. Und doch hat London unzählige Restaurants, denn in keiner anderen Stadt Europas essen Besucher so international wie in der britischen Metropole. Ihren Afternoon Tea mit Scones können Sie ganz vornehm am Trafalgar Square einnehmen, es sei denn, Sie sind bei der Queen eingeladen. Im East End brutzeln rund um die Uhr Currys, Kebab-Duft weht durch das West End. Kulinarisch lohnt es sich immer, einen Zwischenstopp in Soho einzulegen. Ob das Nationalgericht Fish & Chips, indisches Chicken Tikka Masala oder einfach nur einen Apple Crumble. Hier finden Sie von Fingerfood bis zum Top-Restaurant alles.

London in drei Tagen ist natürlich nicht zu schaffen. Aber man entdeckt bei jedem Besuch neue Seiten. Und so lohnt es sich, immer wieder zurück zu kommen!

Anreise

Germanwings fliegt mehrmals täglich von Düsseldorf nach Heathrow. Ebenso Ryanair von Dortmund nach Stansted. Easyjet fliegt einmal
täglich von Dortmund nach Luton.

ÜBERNACHTEN

£ Das Clink78 ist ein stylisches Hostel. Sehr sauber! 10 Minunten von der U-Bahn-
Station King´s Cross. www.clinkhostel.com
££ Das Corus Hotel Hyde Park bietet einen tollen Blick auf den Hyde Park. 2 Minuten von der U-Bahn Station Lancaster Gate. www.corushotels.com/london
£££ Das Bermondsey Square ist superfreundlich und trendig mit Blick auf die
Themse. 10 Minuten von der U-Bahn
Station London Bridge. www.bermondseysquarehotel.co.uk

BUS & BAHN

London Visitor Travel Card
Freie Fahrt mit U-Bahn, Bus & DLR –
Tickets für die Innenstadt und
Heathrow Airport
Oyster Visitor Card
Prepaid-Karte für U-Bahn, Bus & Docklands Light Railway – ideal für Vielfahrer

Text: Susanne Wolf Fotos: Susanne Wolf, Bettina Rieso, Manuela Weller

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